köy muhtarının acıları adlı eseri Almanca
24 Haz, 2017

Möge Gott ihnen in ihrem Lehramt beistehen! -12

Möge Gott ihnen in ihrem Lehramt beistehen!

Die Schmerzen des alten Dorfvorstehers!

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Die Stadt ''Kayseri'' in der Türkei
Die schöne Stadt ”Kayseri” in der Türkei

Möge Gott ihnen in ihrem Lehramt beistehen. Dieses Land braucht Menschen, die aufbauen. Es gibt viele, die nur zerstören, wenige, die zum Aufbau beitragen. Darum müssen diejeni- gen, die für den Aufbau beisteuem, Tag und Nacht arbeiten, damit das Zerstörte noch am selben Tag repariert werden kann. Es erfordert viel Kraft und Ausdauer und kann nicht nur um des Geldes willen bewerkstelligt werden. Es setzt viel Idealismus voraus.”

leh nickte, und wir umarmten uns. Jedoch deprimierte mich die Gemeinheit eines Menschen, der den gleichen Be- ruf wie ich ausgeübt hatte, sehr. Das, was ich mir zwei Stunden lang mit Betroffenheit angehört hatte, ging mir ııach. Immer und immer wieder durehlebte ich es unwill- kürlich in meinen Gedanken, als ob es mir widerfahren wâre….

Bölüm Sonu.

Umarım keyifli bir okuma geçirmişsinizdir. Unutmayınız ki, bir dili anlayabilmeniz için sözlüğe bakmadan, var olan metinleri çok fazla tekrar ederek okumaktan geçer..

Saygılarımla.

Yunus KAYTAN

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24 Haz, 2017

Wir waren am Busbahnhof in Kayseri angelangt. -11

Wir waren am Busbahnhof in Kayseri angelangt.

Die Schmerzen des alten Dorfvorstehers!

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Die Stadt ''Kayseri'' in der Türkei
Die Stadt ”Kayseri” in der Türkei

Mit dem Taschentuch, das er sich aus der Hosentasche zog, trocknete er zunâchst seine Trânen, anschliefiend putzte er sich die Nase.

„Als wir zu Hause ankamen, sahen wir das Infemo.”, fuhr er an der Stelle fort, an der er aufgehört hatte. „Nach dem wir das Dorf verlassen hatten, karnen sie, die Terrori- sten, in meiu Haus. Das Haus befand sich ja etwas abseits des Dorfes. Noch bevor die Dorfbewohner etwas mitbeka- men, war schon alles passiert. Sie drohten mit waffen und verlangten nach Geld und Gold. Als sie jedoch nichts fan- den, brachten sie meinen einzigen, 17-jâhrigen Sohn und meine Frau, mit der ich seit 20 Jahren verheiratet war, um. Als ich ihre völlig durchlöcherten Körper da liegen sah, wundere ich mich heute noch, dass ich nicht den Verstand verloren habe. Diese Ungeheuer waren sicherlich noch stolz auf ihre Untaten.”

„Wurden sie festgenommen?” fragte ich.

„Was nützt mir das, mein Sohn?” fragte er zurück. „Ja, sie wurden festgenommen, aber bringt mir das die Toten zurück?”

„Und was ist mit dem Lehrer passiert?”

„Auch ihn haben sie festgenommen. leh weifi nicht, wo er jetzt ist. Auch das Leben des armen Mâdchens hat er zer- stört. leh weii? nicht, zu was er sie gezwungen hat. Aber das arme Mâdchen hat es wahrscheinlich nicht ausgehalten und hat sich erhângt.”

Wir waren am Busbahnhof in Kayseri angelangt. lch musste in Richtung Hatay weiter, der alte Mann jedoch nach Mardin. Als wir uns trennten, nahm er meine Hand ganz fest in seine und sagte: „Machen Sie es gut als Lehrer. 

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24 Haz, 2017

Einer von Ihnen sagte spöttisch: -10

Einer von Ihnen sagte spöttisch:

Die Schmerzen des alten Dorfvorstehers!

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ein Dorf in der Türkei wie ich
ein Dorf in der Türkei wie ich

Sie nahmen uns das Geld und das Gold ab. Was soll- len wir machen? Wir waren hilflos. Wir spürten die Waffen un Nacken. Bei einer falschen Bevvegung hâtten sie uns dört ıııngebracht. Eine Bande von Terroristen… wer sucht bei denen Barmherzigkeit und Gewissen?

Einer von Ihnen sagte spöttisch:

„Dorfvorsteher, bisher hast du immer gut gelebt von dem (ield, das du hinter dem Rücken der Dörtler eingesackt hast.

Du bist uns sicherlich nicht böse, dass du uns jetzt einen Teil davon abgetreten hast, oder?”

Dieser Verbrecher wusste nicht, dass wir seinem Freund Unterkunft und Auskommen verschafft hatten. Wer die Tu- gend und Ehrlichkeit nicht kennt, meint aile anderen seien Diebe wie man selbst. Selber laufen sie unnutz in der Ge- gend herum und zum Arbeiten sind sie sich zu schade.

Wohin es führt, hatten wir jetzt erlebt. Aber ohne zu ah- nen, was uns noch vviderfahren würde, warteten wir den nâchsten Morgen ab. Wir vvaren Gott dankbar, noch am Le- ben zu sein. Hâtte ich jedoch gevvusst, was mich zu Hause ervvartete, hâtte ich sicherlich gesagt: ,Wâren wir doch nur gestorben und hâtten das nicht gesehen! Hâtten mich diese verdammten Mistkerle, doch nur getötet!’….”

Die müden Augen meines alten Freundes füllten sich er- neut mit Trânen. Seine plissierten Lippen zitterten. Um nicht laut zu weinen, karnen seine Worte nur stockend aus seinem Mund.

Er ballte seine Hand zu einer Faust und vvâhrend er da- mit auf den Sitz schlug, sagte er: „So ein Schurke! Bastarde, Bestien!” Wie einem kleinen Kind rannen ihm die Traenen das Gesicht hinunter. 

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24 Haz, 2017

„Was ist denn mein Sohn, gibt es Schwierigkeiten?”-9

„Was ist denn mein Sohn, gibt es Schwierigkeiten?”

Die Schmerzen des alten Dorfvorstehers!

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Dorf in der Türkei
Dorf in der Türkei

Der, der am Steuer safi, war einer mir langen, zerzausten Haaren. Seine Kleidung war sehr schludrig. Sein Freund, der uns gerufen hatte, hatte rot unterlaufene Augen und ein furchterregendes Gesicht. Sie sahen gar nicht so aus, als ob sie wegen des Autounfalls besorgt wâren.

Ich hatte vor Eile meine Waffe nicht mitgenommen. Natürlich konnte ich mitten auf den Bergen auch nicht sagen, dass ich wieder aussteigen möchte. Aber ich hatte ein sehr ungutes Gefühl im Bauch.”

Alles, was mein Freund erzâhlte, war wie in einem Kino- film. In atemloser Spannung lausehte ich ihm, wie es enden würde.

Der alte Mann fuhr fort: „Als wir in einen Wald hinein fuhren, wurde das Auto immer langsamer. Ich befürchtete, dass wir bald anhalten würden, und fragte:

„Was ist denn mein Sohn, gibt es Schwierigkeiten?”

„Ich glaube, dass sich Wasser im Vergaser beigemischt hat. Da stimmt etwas mit dem Motor nicht. Bleiben Sie sit- zen, wir schauen einmal nach.”

Sie stoppten. Einer nach dem anderen stieg aus. In dem Moment kroch die Angst in mir hoch und ich verspürte ei­nen tiefen Schmerz. Als ich mich im Auto umdrehte und nach draufien sehaute, sah ich eine Horde Jugendlicher mit Waffen in der Hand. Ich dachte in diesem Moment überhaut nicht an das Geld, sondem nur daran, ob ich da lebend wie- der herauskommen würde. Und mein armer Freund erst… der zitterte am ganzen Leib.

Sie hielten uns die Waffen an unsere Köpfe und befahlen uns auszusteigen. Anschliefiend fesselten sie uns Hande und..

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24 Haz, 2017

Es geht um Leben und Tod. -8

Es geht um Leben und Tod.

Die Schmerzen des alten Dorfvorstehers!

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Dorf in der Türkei
Dorf in der Türkei

„Der Lehrer des Dorfes hatte einen Auto-Unfall! Er und seine Frau sind schwerst verletzt. Sie wurden ins Kranken- haus gebracht. Er hat mich gebeten, ich solle sofort zum Dorfvorsteher gehen, und ihm sagen, dass er mit so viel Geld wie er auftreiben kann, kommen soll. Beide müssen schnell operiert werden. Sie sind in einem kritischen Zu- stand. Da eine aufwendige Operation notvvendig İst, wollen die Ârzte aber ohne Geld nichts unternehmen.”

Als ich verwirrt stockte, sprach er erneut auf mich ein:

„Wir haben keine Zeit zu verlieren. Es geht um Leben und Tod. leh bin schnellstens hierher gefahren. Das Taxi vvartet unten. Bitte beeilen Sie sich, damit wir es noch sehaf- fen!”

Der junge Mann hatte Trânen in den Augen. In diesem Moment dachte ich an überhaupt nichts Schlimmes. „Kann ja sein” ging es mir durch den Kopf, „vielleicht hat er seine Frau abgeholt und sie waren gerade auf dem Weg nach Hause.”

lch hatte 100.000 Lira im Haus, die ich in die Tasche steekte. Das war damals soviel Geld wie für 60 gut ernâhrte Schafe. Da das Mâdchen offensichtlich in Lebensgefahr schvvebte, lief ich eilends zu dessen Orıkel, der das Mâdchen aufgezogen hatte, da es eine Waise war.

Der arme Mann maehte sich grofie Sorgen. Er hatte 30.000 Lira verfügbar und steekte diese ein. Aufierdem nahm er drei grofie Goldstücke, die er noch hatte, mit, denn man konnte ja nie wissen. Sogleich setzten wir uns ins Auto und maehten uns auf den Weg. Als wir uns vom Dorf entfernten, fing ich an unruhig zu werden. Demi die Jugendlichen, die im Auto safien, waren mir plötzlich nicht mehr geheuer.

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24 Haz, 2017

Ein junger Mann rief ganz aufgeregt: -7

Ein junger Mann rief ganz aufgeregt:

Die Schmerzen des alten Dorfvorstehers!

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alter Dorfvorsteher
alter Dorfvorsteher

Dessen Frau sei erkrankt, und da habe er sie zu ihm geschickt, damit sie sich ein bisschen um sie kümmere.

Natürlich misstrauten sie ihm … Aber was konnte man denn machen? X ”Siz bulun özneyi bakalım :)” hâtte denn vorher gedacht, dass er seiner eigenen Frau Schaden zufügen würde?

Die Leute, die bei ihm ein und aus gingen, wurden im- mer zahlreicher. Zur Schule hatte er auch überhaupt keinen Bezug mehr. Wie oft habe ich daran gedacht, eine Be- schwerde über ihn einzureichen. Aber wie sollte ich mich über einen Menschen, den ich selbst aufgenommen, dem ich geholfen und den ich verheiratet hatte, beschweren? leh hatte im doch einmal vertraut.

In der Zwischenzeit regte sich auch eine Betriebsamkeit unter den Jugendlichen. Aile spielten mit Gewehren und Waffen. Manchmal hörten wir mitten in der Nacht irgend- welche Schüsse. Spâter erfuhren wir, dass dieser Mann mit den Jugendlichen SchieBübungen maehte.

Das letzte Mal verschwand er an einem Sonntag. Genau fünf Tage liefi er sich nicht blicken. Wir maehten uns wegen der ungewissen Situation Sorgen – besser gesagt, trauten wir ihm nicht über den Weg. Wir waren gerade im Begriff der Umgebung Bescheid zu geben, als es spât in der Nacht plötzlich an meiner Tür klopfte.

Ein junger Mann rief ganz aufgeregt:

„Ist das das Haus des Dorfvorstehers?!”

„Ja.”, antwortete ich. „Was willst du von ihm?”

„Ichbrauche ihn! Ganz dringend!”

lch liefi ihn hereinkommen. Platz nehmen wollte er nicht.